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Wie Vitamin C das Hautbild beeinflusst – und wie sinnvoll Seren wirklich sind

Autor*in

Saskia Gerhard

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Hellere, festere, strahlendere Haut – genau das soll mit einem Vitamin-C-Serum im Handumdrehen klappen. Wenn es um den Skin-Care-Favoriten der Stunde geht, überschlagen sich Hersteller*innen mit Lobpreisungen. Zurecht?

Um zu verstehen, was Vitamin C wahrscheinlich so interessant macht für die Kosmetikindustrie, müssen wir zuerst über Eiweiß reden. Genau genommen über ein ganz bestimmtes Eiweiß, das Kollagen. Es kommt quasi überall im Körper vor, besonders gehäuft im Bindegewebe und in der Haut.

Viele kennen seinen Namen wohl ebenfalls aus der Kosmetik: Kollagencremes oder Unterspritzungen mit Kollagen sollen die Haut glätten und gegen Falten helfen. Kollagen hat, ganz einfach gesagt, die Eigenschaft, zugfest zu sein und damit die Fähigkeit, ein Gewebe an seinem Platz zu halten. In der Haut sorgt es für Stabilität, die jedoch mit dem Alter schwindet, da nicht mehr so viel Kollagen produziert wird.

Das Protein ist daher ein Hoffnungsträger, um die Hautalterung zu verlangsamen. Und hier kommt wieder das Vitamin C ins Spiel. Das Vitamin C, das ein Oberbegriff ist für die Ascorbinsäure und ihre Derivate, ist wichtig für die Herstellung von Kollagen. Wir sparen uns an dieser Stelle die chemische Beschreibung und versichern: Damit der Körper stabiles Kollagen herstellen kann, braucht er Vitamin C.

So kommt es, dass das meiste Vitamin C, das wir über die Nahrung aufnehmen, von der Haut beansprucht wird. Nicht nur, weil sie es für die Kollagenbildung braucht, auch weil Vitamin C ihr hilft, sogenannte freie Radikale abzuwehren. Darunter versteht man Sauerstoffmoleküle oder Sauerstoffverbindungen, die sehr reaktionsfreudig sind, ständig während des Stoffwechsels entstehen und Zellen angreifen können. 

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Vitamin C braucht der Körper unter anderem, um stabiles Kollagen herzustellen.


Einen Mangel kann man der Haut ansehen. Verletzungen entstehen leichter, langfristig wird sie fahl und schlaff. Kein Wunder also, dass daraus viele schlussfolgern, dass mehr Vitamin C ein Booster gegen schlaffe, müde Haut sein muss und dass mit dem Vitamin geladene Seren das Altern stoppen können.

Doch Cremes, Lotionen oder Seren und ihre Wirkung auf die Haut werden großspuriger verkauft, als sie eigentlich wirken können. Gerade wenn es um Verjüngung geht, müsste eine Creme in tiefe Hautschichten eindringen, um einen Unterschied zu machen. Tatsächlich schaffen es die meisten Mittel selten tiefer als bis in die oberste Hautschicht. Um etwa die Kollagenproduktion anzukurbeln müsste ein Serum einige Schichten tiefer kommen.


Strittig ist aber schon an sich, inwieweit sich mehr Kollagen bildet, wenn mehr Vitamin C vorhanden ist. Genug Vitamin C gewährleistet, dass die Kollagen-Herstellung richtig funktioniert. Bekommt der Körper aber mehr als genug Vitamin C scheidet er es üblicherweise einfach wieder aus. Eine große Überblicksuntersuchung legt nahe, dass Vitamin C auf der Haut überhaupt nichts bringt, wenn der Körper ausreichend versorgt ist.

Wer raucht, viel Stress hat und seine Haut mit übermäßig viel Sonne strapaziert, kann dagegen unter Umständen Vitaminmängel provozieren. Sind die Seren also für gestresste, rauchende Sonnenliebhaber*innen das Richtige?

Leider auch nicht wirklich.

Denn wie wir schon erfahren haben, wirken die Seren nicht tief genug. Wer sicher stellen will, dass es der Haut gut geht, der sollte sich etwa vitaminreich ernähren. Der Körper weiß selbst am besten, wie er die Nährstoffe, die er braucht, zu den Organen bringt, in denen er sie braucht.

Feuchtigkeitscremes oder Seren können nicht schaden, denn sie halten die Haut geschmeidig. Statt auf ein Vitamin-C-Serum zu setzen, wäre jedoch eine Lotion mit Lichtschutzfaktor sinnvoller. Damit beugt man tatsächlich und erwiesenermaßen der Hautalterung vor.