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Ein historischer Nail-Care-Guide, der unser Bild von Zahnärzt*innen & Pistazien für immer verändert

Autor*in

Kelly Niesen

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Nagelpflege ist Self-care. Das wussten Menschen schon mehrere Jahre vor Christus. Und waren dabei äußerst kreativ.

1. Gold- und Silberstaub war bereits circa 3000 v. Chr angesagt

Die Anfänge der Nagelpflege gehen viel weiter zurück, als man vielleicht denken mag, nämlich bis ins Alte China, circa 3000 v. Chr. Damals war es nur den Reichen und Mächtigen erlaubt, ihre Nägel zu färben, um so ihren gesellschaftlichen Status für alle sichtbar zu machen. Dafür nutzten sie eine Mixtur aus Bienenwachs, Gelatine, Eiweiß und Gummi arabicum, angereichert mit Rosen- oder Orchideenblättern.


In dem Glibber ließen sie ihre Fingerspitzen einige Stunden einweichen und erhielten so eine Pigmentierung in Rot oder Schwarz. Einige streuten noch ein bisschen Gold- oder Silberstaub darauf – so wie die Angehörigen der berüchtigten Ming-Dynastie.

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2. Schon Kleopatra setzte auf Rot

Schon klar, dass man im Alten Ägypten nicht die große Auswahl an Nagelfarben hatte. Aber wer hätte gedacht, dass gerade Kleopatra sich für den basicsten aller Töne entscheiden würde? Rot. Zumindest soll es ein dunkles Blutrot gewesen sein, das sie mithilfe von pflanzlichen Extrakten erzielte.

3. Griechinnen benutzten Nussschalen als Nagel-Extensions

Gäbe es einen Preis für die einfallsreichste Umsetzung von Nagelverlängerungen, ginge dieser mit Sicherheit an die Griechinnen im frühen 19. Jahrhundert. Die Frauen der Upper Class benutzten nämlich tatsächlich Pistazienschalen als DIY-Extensions. Das wirft an dieser Stelle eine höchst wichtige Frage auf: Sollte die heute populäre Mandelform also nicht lieber Pistazienschalenform heißen? Think about it. 

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4. Shine bright like your car paint

Das dachte sich wohl auch Michelle Menard, ihres Zeichens französische Make-up-Artistin. Was auf Autos so schön glänzt, sollte doch auch auf den Fingernägeln super funktionieren? Ihr kam in den 1920er Jahren als Allererste die Idee, flüssigen Nagellack, wie wir ihn heute kennen, zu produzieren, der aber im Grunde genommen Emailfarbe für Autos war.


Menard arbeitete in den USA für die Revson Company, ein von den Brüdern Charles und Martin Revson geführtes Kosmetikunternehmen. Zusammen mit dem Chemiker Charles Lachman vertrieben sie den Nagellack dann unter der heute weltweit bekannten Marke Revlon. 

5. Acryl-Nägel hat ein Zahnarzt erfunden

Ein abgebrochener Fingernagel nervt, ist schmerzhaft und sieht nicht unbedingt so aus wie man sich das vorgestellt hat. In den 1950ern beschloss ein Zahnarzt namens Fred Slack, dass das nicht so weitergehen kann. Er kam auf die glorreiche Idee, einfach einen künstlichen Nagel zu entwickeln, der so realistisch wie möglich aussehen sollte.


Nach ein wenig Herumexperimentieren gründete er Patti Nails, den weltweit ersten Acryl-Nagel-Patentinhaber. Ein High-Five an alle Zahnärzt*innen! 

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6. Die French Manicure ist not-so-French

Jeff Pink ist ein ziemliches Marketing-Genie. Denn der US-Amerikaner ist für die weltweit bekannte French Manicure verantwortlich. Say what? In den 1970er Jahren erschuf er den heute eher umstrittenen Nageltrend mit der weißen Spitze, den in den 1990er und auch Nullerjahren so ziemlich alle trugen. Aber warum denn nun French?


Jeff Pink entwickelte die Maniküre ursprünglich für Hollywood-Schauspielerinnen. Damals gehörte es zur Etikette, die Nägel farblich an die Kostüme anzupassen, was aber viel zu zeitaufwendig und demzufolge kostspielig war. Daraufhin kreierte er den legendären Look, der problemlos zu allen Outfits funktionierte – nicht zu auffällig und eben nicht zu banal.


Die Idee nahm er dann mit zu den Modeschauen in Paris und taufte sein Design kurzerhand French Manicure. So wollten fortan alle Frauen dieser Welt so schicke und elegante Hände haben wie die Französinnen. Marketing genius, I’m telling you. 

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