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Mercury Made Me Do It? Ein historischer Astrologie-Guide, der uns Horoskope anders lesen lässt

Autor*in

Kelly Niesen

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Wer sein Horoskop so konsumiert wie den morgendlichen Wetterbericht, weiß nach dem Lesen der folgenden Punkte immerhin, wie sehr sich daran glauben lohnt.

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1 Das erste Zeitungshoroskop erschien 1930


Und zwar im britischen Sunday Express. Das Horoskop ließ der Herausgeber John Rutherford Gordon für die Geburt von Prinzessin Margaret Rose am 24. August 1930 erstellen. Der Verfasser R. H. Naylor war Astrologe und löste mit „What The Stars Foretell For The New Princess“ so einen Hype aus, dass ab diesem Zeitpunkt jede Woche eine Seite über die Bedeutung der Himmelskörper erschien.


2 Der Mond soll den Körper wie das Meer beeinflussen. Stimmt das?


„Hab wieder schlecht geschlafen – lag bestimmt am Vollmond gestern Nacht.“ Kennt man und hat man bestimmt – mehr oder weniger ernst gemeint – schon mal selbst gesagt. Einige Astrolog*innen aber sind der Überzeugung, dass an dieser Theorie tatsächlich was dran ist: Wie wir alle wissen, beeinflusst die Anziehungskraft des Mondes das Meer in Form von Ebbe und Flut. Wenn der menschliche Körper also zu 75 Prozent aus Wasser besteht, ist es nicht ganz so abwegig, einen Zusammenhang zu vermuten. Wissenschaftliche Beweise gibt es dafür jedoch nicht.

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3 Du bist mehr als nur dein Sternzeichen.


Das Sternzeichen bezieht sich auf die Position der Sonne und Planeten an dem Tag, an dem man geboren wurde. Eigentlich sollte es also eher Sonnenzeichen heißen. Es bestimmt allgemein formulierte Charaktereigenschaften eines Individuums. In vielen Kulturen hingegen ist die Stellung des Mondes von größerer Bedeutung. Das sogenannte Mondzeichen, das mithilfe von Geburtsuhrzeit und -ort ermittelt wird, gibt Aufschluss auf das „innere Ich“, also Emotionen, das Unterbewusstsein, die persönliche inner mood. Das Mondzeichen ist sozusagen wie ein Blick in die Tiefen der Seele. Außerdem gibt es den Aszendenten: das Sternbild am östlichen Horizont im Moment der Geburt. Dieser funktioniert wie ein Real-Life-Filter und beschreibt die Art und Weise, wie man sich nach Außen hin präsentiert. Wenn du an dieser Stelle einen Drink brauchst, no judgement.

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4 Warum beginnt die Sternzeichen-Reihenfolge mit Widder?


Widder ist das erste astrologische Sternzeichen, obwohl es von Ende März bis Ende April geht. Warum? Weil das Jahr ursprünglich genau dann angefangen hat – mit dem Beginn des Frühlings, dem sogenannten Frühlingsäquinoktium. Kein Geringerer als Julius Caesar änderte den Jahresanfang dann vom 1. März auf den 1. Januar – nur die Reihenfolge der Sternzeichen blieben gleich. Somit ist Fische das zwölfte Sternzeichen, und nicht das dritte.


5 „Mercury in retrograde“ ist eine Lüge


Das Internet rastet bekanntlich gerne mal aus. Vor allem dann, wenn Mercury mal wieder in retrograde ist. Der schnelle Flitzer Merkur ist dann für so ziemlich alles Verantwortlich: Stau, Handy runtergefallen, Kurkuma-/Chai-/Matcha-Latte verschüttet oder das Job-Interview versaut. Laut Google Trends hat sich der Suchbegriff „Mercury retrograde“ von 2004 auf 2015 verdoppelt und Websites bieten Retrograde-Survival-Guides an. Social Media machte das kosmische Phänomen kurzerhand zu einem Meme. I hate to break it to you, aber: Merkur retrograded absolut gar nichts. Es handelt sich dabei nur um eine optische Illusion; der Planet bewegt sich langsamer als sonst und es scheint, als würde er sich rückwärts drehen. Somit können alle wieder entspannt ihre Rainbow-Macchiatos schlürfen. Hurra.


6 Der „Barnum-Effekt“ erklärt, warum wir an Horoskope glauben


Der vom US-amerikanischen Psychologen Paul Meehl eingeführte Begriff bezeichnet die Tendenz von Menschen, vage und allgemeingültige Aussagen über die eigene Person so zu deuten, dass sie als zutreffend oder wahr empfunden werden. „Sie sehnen sich nach einer Veränderung“, „in privater Hinsicht Hürden meistern“ oder auch „sich auf der Überholspur befinden“ – all diese nichtssagenden Floskeln sind praktisch unbrauchbar und doch schafft der Mensch es immer wieder, sie irgendwie als gültig zu erklären. Warum? Weil man es einfach glauben möchte. Übrigens ist der Wahrnehmungseffekt nach Phineas Taylor Barnum benannt, einem Zirkusgründer und Unterhaltungskünstler, der in New York ein Kuriositätenkabinett führte und ein hervorragender Bluffer war. 

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