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Der I LOVE YOU-Guide to Cloud Paint

Autor*in

Lia Haubner

Hatte schon mal jemand Stress mit Glossier? Man möchte die Frage flüstern, weil sie eigentlich nicht existieren darf. Ich meine, hatte schon jemand Stress mit Zimtschnecken?

Eben.

Into The Gloss-Gründerin Emily Weiss – erst Vogue-Assistentin, dann erfolgreiche Bloggerin, jetzt Unternehmerin – hat es mit ihrer eigenen Kosmetiklinie geschafft, Produkte zu kreieren, für die man nichts als Liebe empfinden möchte.

Die Verpackungen sind clean, aber nicht so clean, dass man seinen dm-Kram daneben als Beleidigung empfindet. Glossier passt in ein Leben, das nicht aus jedem Winkel fotoready ist und zeigt gleichzeitig, wie es ein bisschen besser aussehen könnte. Erst das Bad, dann man selbst.

Alles ist leicht, alles ist machbar: Glossier ist das Versprechen von Instagram, verpackt in Tuben und Tiegel zwischen 9 und 58 Euro. Glossier sagt: „Klar hast du dein Gesicht gestern nicht gewaschen, aber machen wir ja alle nicht. Easy. Hier sind Masken.“ Auf der Website ist ein Post-It abgebildet, das „Democratize Beauty“ verkündet.

Und dann steht man an einem Donnerstagmorgen um 06:53 Uhr vor dem Spiegel und ahnt nicht, dass man gleich scheitert. An einem Produkt aus der Linie, die nur Lösungen bietet. Beauty wird demokratisiert, während man selbst vor dem Spiegel steht und „WARUM KLAPPT ES NICHT“ schreit.

Die Herausforderung heißt Cloud Paint, Glossiers Cream Blush, der je nach Nuance aussehen soll, als wäre man gerade von einer Yoga-Session im Sonnenaufgang auf dem Balkon zurück ins warme Wohnzimmer geflowt. Er soll explizit mit den Fingern aufgetragen werden, fühlt sich leicht an und hat eine extrem hohe Deckkraft.

Die Nebenwirkung: Er trocknet wahnsinnig schnell. Wer beim Verwenden also zu lange über die Blushform nachdenkt, riskiert Flecken. Wer die empfohlene Auftragemenge (ein „tiny dot“) großzügig interpretiert, läuft Gefahr, einem abstrakten Kunstwerk zu ähneln. Cloud Paint verzeiht wenig. Liegt es an mir oder doch an Glossier? Will ich ein Produkt mögen, dessen Anwendungsregeln nun mal nicht zu meiner Persönlichkeit – hektisch mit Tendenz zum Overthinking – passen?

„Cloud Paint funktioniert für alle, weil es sich jedem Hauttyp anpasst“, erklärt Make-up-Artist Isabel Maria Simoneth. Auch das Auftragen kann man um 06:53 Uhr hinbekommen – wenn die Haut darauf vorbereitet ist. Foundation spielt dabei nicht die Hauptrolle, dafür aber die folgenden drei Schritte:

I LOVE YOU MAGAZINE Cloud Paint von Glossier im Test

1. Feuchtigkeit. Cloud Paint hat eine leichte, gelartige Textur, trocknet aber schnell. Es geht also darum, eine Basis zu schaffen, die die Haut von Anfang an so aufnahmefähig wie möglich macht.


Model Isi trägt die Weleda Skinfood, die auf ihr angefeuchtetes Gesicht auftragen wurde. Die Creme beruhigt die Haut mit Stiefmütterchen, Kamillen- und Calendulablüten und ist sehr reichhaltig. Eine kleine Menge reicht im Zweifelsfall aus.

I LOVE YOU MAGAZINE Cloud Paint von Glossier im Test

2. Primer. Die nächste Schicht ist entscheidend. Primer sorgen für besseren Halt und machen aus dem Glanz, den Schritt 1 hinterlässt, die richtige Dosis Dewy. Das heißt so viel wie taufrisch – was nach einer Staffel „Traumschiff“ in der ZDF Mediathek klingt, aber schon besser beschreibt, was gemeint ist. Macs Prep + Prime Skin Base oder Laura Merciers Foundation Primer funktionieren bei allen Hauttypen.


„Auch bei Oily Skin würde ich Primer definitiv verwenden, denn sonst rutscht alles, was danach aufgetragen wird, zu schnell weg“, erklärt Make-up-Artist Isabel. Dafür empfiehlt sie den Pore Refiner Stick von Mac.

Bonus: Foundation, die für Cloud Paint aber nicht notwendig ist. Make-up-Artist Isabels Faustregel: „Wenn du nicht das Gefühl hast, sie zu brauchen, lass sie weg.“ Kleine Unebenheiten können alternativ mit einem Concealer weggetupft werden.


3a. Cloud Paint auftragen: Eine mikroskopische Menge direkt aus der Tube auf den höchsten Punkt der Wangenknochen geben und so schnell wie möglich mit den Fingerspitzen verteilen.

I LOVE YOU MAGAZINE Cloud Paint von Glossier im Test

3b. Cloud Paint layern: Das Auftragen klappt am besten, wenn man nach dem Schichtprinzip vorgeht. Die erste Lage darf kaum sichtbar sein und gibt so die Möglichkeit, die Blushform nach Gefühl zu definieren.


Jetzt steht ein Rahmen für die zweite Schicht, der in Sekundenschnelle gut antrocknet und ein besseres Gefühl für die Intensität gibt. Wer mag, baut darauf noch eine dritte Schicht auf.

Fotografie: Nora Heinisch

Art Direction: Alina Larissa Schmid

Make-up: Isabel Maria Simoneth

Model: Isi Ahmed

Blush: Glossier Cloud Paint in Dawn, erhältlich bei Glossier.


Gut zu wissen: Cloud Paint ist paraben-, parfüm- und tierversuchsfrei.