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Der Essential-Oils-Guide für alle, die zu faul für Yoga oder ein Runner's High sind

von

Hannah Krutmann, Kreativberaterin

„Ich persönlich bin eine Mischung aus faul und ungeduldig. Deswegen sind Essential Oils für mich perfekt“, sagt Hannah Krutmann, Kreativberaterin und Mentorin für ätherische Öle. Ihr Job ist es, aus dem Hype eine Duft-Routine für den Alltag zu machen. #nobadvibes, aber zum Anfassen: Stimmung, Kreativität und Körpergefühl, all das soll mit dem richtigen Öl beeinflusst werden können.



Doch wirkt das auch, wenn man mit einer Mischung aus Skepsis und dem Talent, bei der Yoga-Schlussentspannung immer einzuschlafen, an die Sache herangeht? „Eigentlich musst du in gar nichts erprobt sein, weil dein Geruchssinn so stark ist“, erklärt Hannah. „Er ist ein wichtiger Trigger, um Erinnerungen und Gefühle auszulösen. Yoga oder Runner’s High dauern mir im Vergleich ehrlich gesagt einfach zu lange, um meine Stimmung zu heben.“

Prof. Dr. Hanns Hatt vom Lehrstuhl für Zellphysiologie der Ruhr-Universität Bochum erforscht seit Jahren, wie Düfte auf den Körper wirken. Die Rezeptoren, die für das Erkennen von Duftinformationen verantwortlich sind, können tatsächlich unterschiedliche zelluläre Auswirkungen haben: ein Rezeptor für Sandelholz bedingt zum Beispiel eine schnellere Heilung von Wunden, so Hatt und Kollegen in der Fachzeitschrift Nature Reviews Drug Discovery.

Sie erklären, dass Duftstoffe nicht nur über die Atmung aufgenommen werden, sondern auch über Haut und Nahrung. Abgeschlossen ist die Forschung jedoch noch nicht: Bei nur 50 von 350 Riechrezeptoren ist aktuell der Duftauslöser bekannt.

Hannah entdeckte die ätherischen Öle zur Zeit ihres Burn-Outs bei einem Workshop für sich. Daraus wurde der Moment, der ihr Leben umkrempelte: Ihren langjährigen Job in der Modeindustrie ließ Hannah hinter sich, um sich dem Thema Kreativität von einer nachhaltigeren, ganzheitlichen Seite zu widmen. Sie launchte ihren Blog und ein Printmagazin, außerdem ließ sie sich zur Wellness- und Massagetherapeutin ausbilden. Heute unterrichtet sie in Workshops Methoden und Techniken, um die eigenen Emotionen zu beeinflussen und ein kreativeres, bewussteres Leben zu führen.

Ihre zehn ausgewählten Essential Oils sind ein Einstieg in eine Alltagsroutine, die wenig fordert, aber viel sein kann – ob nun ein guter Raumduft oder eben doch das Werkzeug, das alles verändert.

I LOVE YOU MAGAZINE essential oils

1.

Bergamotte ist das absolute Understatement-Citrus-Öl. Stell dir vor, du sitzt in deinem Lieblingscafé, klappst das Buch zu und entdeckst einen wunderschönen Menschen am Nebentisch. Eure Blicke treffen sich und obwohl eigentlich gar nichts passiert, ist deine Laune auf einmal mindestens doppelt so gut. Genauso funktioniert Bergamotte: ein Stimmungs-Booster, der sich anfühlt wie kurz mal in der U-Bahn oder bei einem Kaffee geflirtet. Noch dazu bietet Bergamotte Unterstützung in Sachen Selbstliebe und -akzeptanz.“

Vorher: „Joah.“

Nachher: „High. Eine Flasche Sonnenstrahlen inhalieren dürfte sich ungefähr so anfühlen.“

Risiken & Nebenwirkungen: „Wo wir gerade beim Thema sind: alle Zitrusöle sind photosensitiv, das heißt, schmier’ dir Bergamotte nur auf angezogene Körperstellen, sonst kannst du dich böse verbrennen, wenn du in die Sonne gehst.“

I LOVE YOU MAGAZINE essential oils

2.

Past Tense ist kein Grammatiktest, sondern eine Ölmischung aus Wintergrün, Lavendel, Pfefferminze, Weihrauch, Cilantro, Kamille und Majoran, deren Geruch etwas an Tiger Balsam erinnert und von Verspannungen befreit. Gerade bei langen Tagen am Laptop oder Spannungskopfschmerzen ist diese Mischung der Wahnsinn. Der frische Duft bringt Klarheit und Entspannung in die Gedanken und lockert gleichzeitig verkrampfte Muskeln wieder auf.“

Vorher: „Auf dem Menü: Ich hasse nichts im Speziellen, aber irgendwie alles- Laune mit Stress und Kopfschmerzen.“

Nachher:Nachtisch: „Mehr Klarheit, weniger Schmerzen und stabilerer Laune.“

Risiken & Nebenwirkungen: „Ähnlich wie bei Tiger Balsam sollte diese Ölmischung nicht ins Auge gehen, denn das brennt wie Hölle und dann war’s das mit der Entspannung.“

I LOVE YOU MAGAZINE essential oils

3.

Kardamom riecht nicht nur umwerfend nach schwedischem Gebäck, sondern hilft dir auch alles zu verdauen, was es so zu verdauen gibt. Es unterstützt Leber, Niere und Magen, weshalb schon ein Tropfen im Kaffee diesen nicht nur leckerer, sondern auch bekömmlicher macht. Außerdem hilft Kardamom dabei, alles an Frust und Ärger zu verdauen.“

Vorher: „Dir liegt was schwer im Magen? Essen oder Gefühle – Buddy Kardamom ist zur Stelle.“

Nachher: „Endlich mal so richtig warm ums Herz, denn Kardamom regt den Blutfluss an und wärmt von innen.“

Risiken & Nebenwirkungen: „Du riechst wie und bist jetzt quasi die Reinkarnation einer leckeren schwedischen Kardamom-Schnecke! Wenn du schwanger bist oder gerade stillst, besser meiden.“

I LOVE YOU MAGAZINE essential oils

4.

Serenity, was so viel wie Klarheit bedeutet, ist eine ganz besondere Ölmischung aus Lavendel, Kamille, Zedernholz, Sandelholz, Majoran, Vetiver und Ylang Ylang und wirkt Wunder bei Schlafstörungen oder chronischem Stress. Durch den starken Anteil an Lavendel, dem Öl der Kommunikation, hilft diese Mischung dabei, die Wahrheit aus- und anzusprechen und das auch noch absolut lässig. Gehaltsverhandlung, Bewerbungsgespräch, eine wichtige Präsentation – das hier ist dein Go-to-Öl.“

Vorher: „Du sagst schnell Ja, um es anderen recht zu machen, du kannst oft nur schwer einschlafen, du kannst Schweigen in einem Gespräch nur schwer ertragen?“

Nachher: „Du achtest auf dich und bist mehr bei dir selbst, du schläfst tiefer und entspannter.“

Risiken & Nebenwirkungen: „Unerwartete Aha-Momente können sich einstellen, weil du plötzlich auch ehrlich zu dir selbst bist. Oh, und du wirst extrem schlagfertig in Verhandlungen. Thank u, next!

I LOVE YOU MAGAZINE essential oils

5.

„Wer sich schon mal mit CBD-Öl beschäftigt hat, wird Copaiba lieben, denn es hat im Prinzip die gleichen Eigenschaften. Gewonnen wird allerdings von einem Baum im Regenwald (und kann kein THC enthalten). Copaiba wirkt angstlösend, entspannend, entzündungshemmend, schmerzlindernd, stärkt das Immunsystem, hilft bei PMS und Regelschmerzen, unterstützt die Zellerneuerung und sorgt für einen ebenmäßigen Teint. Jetzt fehlt eigentlich nur noch, dass es auch die Steuererklärung macht.“

Vorher: „Stress und Panikattacken gehören fest zu deinem Alltag?“

Nachher: „Jeden Morgen zwei Tropfen unter die Zunge können dabei helfen, sich Schritt für Schritt diesen Situationen zu stellen.“

Risiken & Nebenwirkungen: „Emotional kann Copaiba dabei helfen, deine Verletzlichkeit zu erkennen und anzunehmen – just so you know.


Ily Crytest 710

6.

Clary Calm ist die natürliche Antwort auf PMS, Regelschmerzen und jegliches hormonelles Drama. Muskatellersalbei, Lavendel, Kamille, Ylang Ylang, Geranie, Bergamotte, Fenchel und Zedernholz stabilisieren die Stimmung und bringen die Hormone wieder ins Gleichgewicht. In Form eines Smileys auf den Unterleib aufgetragen, werden Krämpfe in nur wenigen Minuten gelindert.“

Vorher: „Gereizt und genervt davon, dass PMS überhaupt existiert oder frustriert, jeden Monat tonnenweise Schmerztabletten schlucken zu müssen?“

Nachher: „Gefasst, stabil, vielleicht sogar etwas verwundert, wie ein kleines Öl so etwas schaffen kann, aber total glücklich, das Gefühl zu haben, wieder beinahe du selbst und „normal“ zu sein (was auch immer das für dich heißen mag).“

Risiken & Nebenwirkungen: „Aufgepasst in den ersten Monaten der Schwangerschaft, weil dieses Öl stark auf deine Hormone wirkt. Bei Geburt und Menopause kann es deshalb aber gerade auch wieder hilfreich sein.“

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7.

Neroli ist der hübsche Name für Orangenblüten und riecht wie Urlaub in Marokko. Der blumige Duft eignet sich perfekt als Parfum – besonders auf ersten Dates, da er gleichzeitig die Stimmung hebt, die Nerven beruhigt und emotional für Partnerschaft und Intimität steht. Zusätzlich hilft es auch noch bei Regelbeschwerden.“

Vorher: „Aufgeregt, zerstreut, vielleicht etwas träge?“

Nachher: „Der Moment, in dem du zum ersten Mal seit langer Zeit aufatmest und alles, aber auch wirklich alles erledigt hast – genau so fühlt sich Neroli an.“

Risiken & Nebenwirkungen: „Neroli wird eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt….just saying.“

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8.

Balance ist eine ganz besondere Ölmischung aus verschiedenen Baumölen wie Fichte, Weihrauch, Ho Holz und Blauem Rainfarn und optimal bei Bindungsangst, Ungeduld, Rastlosigkeit oder Burnout. Alle coolen Eigenschaften, die so ein Baum so hat, stecken in diesem Öl: Ruhe, Verwurzelung, Beständigkeit und stetiges Wachstum.“

Vorher: „Im Kopf schon immer zehn Schritte voraus, du planst deine Einkaufsliste schon während der Yogastunde oder wachst nachts auf, weil du an die Arbeit denken musst?“

Nachher: „Du erwischst dich dabei, mal wieder voll konzentriert bei nur einer Sache zu sein.“

Risiken & Nebenwirkungen: „Achtung, das Commitment-Öl! Wenn der Talk mit jemandem vor dir liegt und dabei Balance diffudiert, mach’ dich darauf gefasst, dass dieses Gespräch höchstwahrscheinlich in einer Beziehung mündet.“


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9.

Teebaumöl ist der absolute Klassiker und das völlig zu Recht. Als erste Hilfe bei Pickeln ist das Poweröl genauso hilfreich wie bei Mückenstichen. Teebaum oder Melaleuca gilt als natürliches Breitband-Antibiotikum und macht sich auch super in Deos oder als Handdesinfektionsmittel. Weil es noch dazu energetisch dabei hilft, Grenzen zu ziehen, ist es ein großartiger Begleiter, wenn du mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs bist.“

Vorher: „Genervt, etwas angeschlagen oder gestresst von einem Stich oder Pickel?“

Nachher: „Mit mehr Weitblick und beruhigt. Geklärte und beruhigte Haut inklusive.“

Risiken & Nebenwirkungen: „Du riskierst hiermit, dass sich die mitteilungsbedürftige Junggesellenabschiedstruppe mal ausnahmsweise nicht zu dir in den Vierer setzt.“

I LOVE YOU MAGAZINE essential oils

10.

„Bei Citrus Bliss ist der Name Programm: Orange, Zitrone, Mandarine, Bergamotte und ein Hauch Vanille haben nichts Besseres zu tun, als dich in völlige Glückseligkeit zu versetzen. Verdientermaßen. Kein Wunder also, dass dieser Duft an jeder Ecke beim Burning Man diffudiert wird. Aber nicht nur als Raumduft und Gute-Laune-Macher ist Citrus Bliss perfekt, sondern auch als Allzweck- und Abflussreiniger. Bester Alles-in-einem-Kauf überhaupt.“

Vorher: „Low.“

Nachher: „High.“

Risiken & Nebenwirkungen: „Bei diesem Dufthigh kann es passieren, dass du erst mal keine Lust mehr auf Alkohol hast und stattdessen lieber an deinem Ölfläschchen schnüffelst. Klingt weird, bis du es testest. Und auch hier: Die Photosensitivität beachten, also nicht auf Stellen auftragen, die direktes Sonnenlicht abbekommen.“

1.

Bergamotte ist das absolute Understatement-Citrus-Öl. Stell dir vor, du sitzt in deinem Lieblingscafé, klappst das Buch zu und entdeckst einen wunderschönen Menschen am Nebentisch. Eure Blicke treffen sich und obwohl eigentlich gar nichts passiert, ist deine Laune auf einmal mindestens doppelt so gut. Genauso funktioniert Bergamotte: ein Stimmungs-Booster, der sich anfühlt wie kurz mal in der U-Bahn oder bei einem Kaffee geflirtet. Noch dazu bietet Bergamotte Unterstützung in Sachen Selbstliebe und -akzeptanz.“

Vorher: „Joah.“

Nachher: „High. Eine Flasche Sonnenstrahlen inhalieren dürfte sich ungefähr so anfühlen.“

Risiken & Nebenwirkungen: „Wo wir gerade beim Thema sind: alle Zitrusöle sind photosensitiv, das heißt, schmier’ dir Bergamotte nur auf angezogene Körperstellen, sonst kannst du dich böse verbrennen, wenn du in die Sonne gehst.“

1 von 10

Hannahs vier Tipps für eine eigene Essential-Oils-Routine:


1. Die Öl-Auswahl: „Es gibt starke Qualitätsunterschiede bei ätherischen Ölen, die man grob in vier Grade einteilt. Um sicher zu gehen, dass du wirklich ein 100% reines Öl hast, sollte es als 100% naturreines ätherisches Öl ausgelobt sein.“


2. Die Marke ihres Vertrauens: „Ich arbeite am liebsten mit doterra als Hersteller, weil sie einen starken Fokus auf den therapeutischen Nutzen legen und Ölmischungen nach emotionalen Eigenschaften zusammenstellen.“


3. Der Start: „Ich würde immer dazu raten, erstmal mit einem Öl anzufangen und es über eine oder zwei Wochen auszuprobieren. Wenn es dich dann überzeugt, kannst du langsam mehr Öle ins Spiel bringen. Wie bei allem ist ist es wichtig, sich nicht zu übernehmen und zu viel auf einmal zu wollen. Und ich würde sagen, finde unbedingt als erstes Öl eins, das dich wirklich berührt, damit du die Wirkung sofort spürst. Es bringt nichts, mit einem Öl gegen Liebeskummer anzufangen, wenn du gerade bis über beide Ohren verknallt bist.“


4. Die Anwendung: „Man kann sie in den Diffuser packen, direkt von der Flasche schnüffeln oder mit einem Pflanzenöl verdünnt in einen Roller geben und direkt auf die Haut schmieren. Ihr könnt sie außerdem einnehmen, aber Achtung, das geht nicht bei allen, sondern ausschließlich bei therapeutisch reinen Qualitätsölen, die zum Verzehr ausgelobt sind.“