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Drei Fragen an eine Platinblond-Expertin

Autor*in

Lia Haubner

Während sich die Hauptstadt von der Berlinale erholt, widmet sich I LOVE YOU einer der Größen des internationalen Kinos. Am 13. Februar erschien der neue Trailer ihrer Erfolgsreihe. Die perfekte Gelegenheit, endlich eines der Geheimnisse der Branche zu lüften – und mit Königin Elsa aus Frozen über ihre Haar-Routine zu sprechen.

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Hey Elsa, schön, dich zu sehen! Ich muss direkt mit der Tür ins Haus fallen: Ich liebe dein Platinblond! Es freut mich wahnsinnig, dass ich endlich die Möglichkeit habe, heute mit dir über deine – und meine – Traumhaarfarbe zu sprechen.

Nun, Lia, zuallererst sind Träume eine Frage der Perspektive. Lange Zeit war diese Haarfarbe nichts, was mich glücklich gemacht hat. Heute mag sie ein Trend sein. Doch für mich war sie immer ein Zeichen dafür, nicht dazuzugehören.

Es hat lange gedauert, bis ich meine Haarfarbe und damit auch mich selbst akzeptieren konnte. Sie gehört zu meinen Kräften, die wiederum alles andere als das sind, was die Gesellschaft von einer Prinzessin erwartet. Emotionalität, Kälte, Macht und die damit verbundene Unabhängigkeit: Ich bekam mein Leben lang zu spüren, dass sich das gerade für eine weibliche Thronfolgerin nicht schickt. Ich war immer zu viel – und meine Haarfarbe das Symbol dafür.

Ich meine, schau dir meine Familie an. Die Naturhaarfarbe meiner Schwester, Prinzessin Anna, ist zum Beispiel perfekt. Sie hat dieses unaufdringliche und doch besondere Strawberry Blonde. Und außerdem nicht die Macht, versehentlich ein ganzes Königreich in eine ewige Eiszeit zu stürzen. 

Apropos Eis: Kälte, Hitze, Salzwasser – wie sorgst du dafür, dass deine Haare allen Umwelteinflüssen trotzen? Nutzt du Olaplex? Was hältst du von Paul Mitchells Tiefenreinigungshampoo?

Da gibt es einen ganz entscheidenden Faktor, Lia: Ich selbst bin der Umwelteinfluss.

Allerdings wasche ich meine Haare, um sie nicht übermäßig zu strapazieren, nur einmal pro Woche und das ausschließlich mit reinem Gletscherwasser. Als Eiskönigin habe ich dazu natürlich einen privilegierten Zugang.

Ich trage meine Haare kaum offen. Am liebsten stecke ich sie wie heute in einen Twisted Bun oder flechte sie zu einem seitlichen French Braid – wenn möglich, auch zum Schlafen. So bleiben sie in Form und ich wache morgens nicht mit einem Haarknäuel auf, das ich morgens auskämmen muss. Menschen haben im Schnitt um die 100.000 Haare, ich dagegen 400.000. Ich weiß also, wovon ich spreche.

Klingt nach einem Kraftakt! Was rätst du allen, die wie ich von deiner Haarfarbe träumen?

Tragt sie, wenn sie euch glücklich macht. Lasst euch vor allem nicht von irgendwelchen Klischees abhalten. Seid euch allerdings darüber im Klaren, dass Arbeit erforderlich ist – vor allem ab einer gewissen Länge.

Meine Haare flechte und stecke ich übrigens nach einer Beratung von Danilo, einem großartigen Haarstylisten aus New York, selbst. Ich meine, es ist 2019: Für Märchen von zarten Vögelchen, die über Nacht mein Haar in Ordnung bringen und mich dann zu irgendeinem Prinzen geleiten, habe ich wirklich keine Zeit. 

6 Empfehlungen für blondiertes Haar, die auch ohne Gletscherwasser funktionieren: