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Sind wir wirklich so jung, wie wir uns fühlen oder wollen wir das einfach nur glauben?

Autor*in

Ben Sharp

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Links: Jumpsuit VICTORIA HUISMAN, Stiefel LOST INK by Zalando; Mitte: Badeanzug BANANA MOON, Jacke & Hose VICTORIA HUISMAN, Schuhe UNISA

Unser Alter ist einfach nur eine Zahl: Die Bilder von Model und Schauspieler Tony Ward und seinen Töchtern – Lilli Sato Ward and Ruby Love Sato Ward – sind das beste Beispiel dafür. Wenn mehrere Generationen eine Geschichte erzählen, sind Kategorien wie „jung“ oder „alt“ auf einmal nicht mehr nur vom biologischen Alter abhängig. Ein Plädoyer für die Erweiterung dieser Begriffe.

Dass man nur so alt oder jung ist, wie man sich fühlt, mag wie ein Klischee klingen. Und zwar eines, das jede*r mal auf einer Geburtstagskarte oder zumindest auf pastellfarbenem Hintergrund bei Instagram gelesen hat. Doch der Begriff „Subjektives Alter“ existiert tatsächlich.

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Im Gegensatz zu einer biologischen oder chronologischen Definition ermöglicht er, sich nicht nur auf einen linearen Verlauf des Alterns zu fokussieren, sondern das eigene Gefühl dazu als Teil der Identität in den Vordergrund zu stellen. Das bedeutet nicht, die biologischen Fakten zu ignorieren, sondern viel mehr, den Begriff an sich zu erweitern.

Britische Wissenschaftler*innen plädieren sogar für eine Irrelevanz des chronologischen Alters. Das geht selbstverständlich Hand in Hand mit einer gewissen Offenheit für eine neue Wahrnehmung des Alterns an sich.

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Kategorien wie „jung“ und „alt“ verschwimmen, wenn mehrere Generationen eine Geschichte erzählen

Trotzdem bleibt jugendliches Aussehen das gesellschaftliche Ideal. Sobald dieses Versprechen im Raum oder auf einer Verpackung steht, wird sich das betreffende Produkt deutlich besser vermarkten lassen als „nur“ ein Slogan um ein junges Mindset. Wir müssen uns also fragen, wie oft wir wirklich hinter die Fassade blicken, die „jung“ mit „schön“ gleichsetzt.

Wahrscheinlich kommen wir der Antwort erst ein Stück näher, wenn wir uns damit anfreunden, dass beides nicht voneinander getrennt betrachtet werden kann. Das Streben nach einem jugendlichen Aussehen kann schließlich auch ein Teil des Sich-jung-Fühlens sein.

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Und wenn die Cremes im Badezimmerregal das Werkzeug dafür sind, dann bitteschön? Fast. Sich an dieser Stelle zurückzulehnen und an der Seite von Retinol und Lichtschutzfaktor 50 auf das Eintreten des jugendlichen Mindsets zu warten, wäre zu einfach.

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Links: Jacke DI DU, Hose VICTORIA HUISMAN; rechts: Kleid & Top THRIFT SHOP, Handschuhe VICTORIA HUISMAN, Boots ELISABETTA FRANCHI
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Das konsequente Verinnerlichen der Idee des „subjektiven Alters“ hieße trotz allem, dass innere Jugend das äußere Erscheinungsbild als Statussymbol ablösen müsste. Egal, wie gut sich das Pflegen in Richtung jugendlichere Haut anfühlen mag.

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Sich an dieser Stelle zurückzulehnen und an der Seite von Retinol und Lichtschutzfaktor 50 auf das Eintreten des jugendlichen Mindsets zu warten, wäre zu einfach.
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Sind wir soweit? Die Weisheit soll ja bekanntlich mit dem Alter kommen – in diesem Zusammenhang wäre eine Runde subjektives Sich-alt-Fühlen also nicht nur Self-care, sondern sogar wärmstens zu empfehlen.

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